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Ruderwanderfahrt nach Fürstenberg/Havel (24./25. Mai 2019)

Endlich war es wieder soweit: Mit 14 Freizeitruderern wollten wir uns das Seengebiet um Fürstenberg/Havel errudern.

Der Vortrupp mit dem Bootsanhänger ist schon Freitag Mittag losgefahren, hat die Boote an unserem Einsetzplatz abgeladen und angeschlagen, sodass wir am nächsten Morgen nur noch die Boote ins Wasser lassen mussten und einsteigen konnten (Danke Jungs, für diesen Service!).

Alle anderen trudelten abends in der Jugendherberge Ravensbrück ein. Dort gab es endlich etwas zu Essen. Unser Buffet aus selbstgemachten Salaten, Kuchen, Baguette, Aufstrichen etc. war reichhaltig. Schnell war es Mitternacht und alle fielen müde ins Bett. Mit dem Frühstück in der Jugendherberge wurde das Klassenfahrtfeeling abgerundet und wir machten uns auf den Weg zu unseren Booten. Anschließend wurden die einzelnen Teilnehmer auf die Boote ausgelost und los ging es. Doch wer schon einmal eine Wanderfahrt mitgemacht hat weiß, dass das Ein- und Aussteigen in Ruderboote an nicht dafür vorgesehenen Stegen logistisch und technisch eine Herausforderung werden kann...

Vorausschauend, wie unser erfahrener Norbert ist, hat er zwei Waathosen eingepackt. So konnten die ersten beiden Bootcrews trockenen Fußes einsteigen/klettern. Nur der Hackberry landete zunächst im Schilf, doch auch diese Hürde wurde genommen und alle drei Boote (Hackberry, Müggel, Schellenbacher) hatten schließlich die Seemitte erreicht. Das Wetter war durchwachsen, aber es regnete nicht. Nach den ersten Kilometern konnten wir uns auch die oberste Jackenschicht ausziehen, und jetzt folgte die größte Herausforderung des Tages: Wir mussten schleusen! Am Abend vorher hatten wir noch theoretische Einweisungen bekommen, aber die Praxis ist meistens doch noch etwas Anderes... Es war wirklich ein Abenteuer, wenn man seine Skulls nicht benutzen kann, weil die Schleuse viel zu schmal ist - plötzlich werden auch Gigboote ganz schön wackelig

Aber auch diese Klippe haben wir gemeistert und alle Boote sind ohne Schäden aus der Schleuse gekommen. Dann ging es weiter durch idyllische Kanäle und Seen - Natur pur - doch bei einigen fing der Bierdurst mächtig an zu stechen. Auf der Karte hatte Norbert eine Ortschaft gesichtet, eine Ausstiegsstelle war auch gefunden und nacheinander stiegen wir aus den Booten aus, wanderten im Entenmarsch ins orf - in der Hoffnung auf eine Kneipe, Gastwirtschaft oder anderes. Doch leider war die Ortsgrenze schnell erreicht und beim Durchqueren des Ortes haben wir keine Menschenseele entdeckt, geschweige denn eine Möglichkeit, etwas Trinkbares zu erwerben. Wie war das noch mit der Landflucht in Mecklenburg-Vorpommern???

Desillusioniert ging es zurück zu den Booten: „Vielleicht finden wir später noch etwas?!“, auf der Wasserkarte gab es jedenfalls zahlreiche gekreuzte Bestecke zu sehen... Da wir gut in der Zeit lagen, machten wir noch einen Abstecher nach Strasen, aber auch da nur „tote Hose“ und keine Möglichkeiten zur Einkehr. Zum Glück hatten wir einige Keksriegel, Bananen und Wasserflaschen dabei, sodass wir Energie nachtanken konnten. Legendär bleibt Kathrins treffsicherer Wurf einer Büchse mit Riegeln von einem Boot ins andere - ein Profibasketballer ist nichts dagegen!

Eine Einkehrmöglichkeit haben wir jedenfalls nicht mehr gefunden, daher beschlossen wir dann, bis zu unserem Ziel durchzufahren. Auf dem Weg dorthin lieferten sich Müggel und Hackberry noch ein spannendes Rennen und die beiden Steuerleute gaben alles, um ihre Crews anzufeuern. So viel Lärm haben die Seevögel wahrscheinlich noch nie gehört! Schließlich erreichten wir nach ca. 25 km unseren Zielsteg und es lockten frisch gezapfte Getränke. Schnell waren die Boote aus dem Wasser gehoben und wir hatten uns eine Rast verdient.

Nach einer Kaffeepause wurden die Boote in rasender Geschwindigkeit abgeschlagen, verladen und der Hänger gepackt. Dann konnten wir uns den leckeren Spargelgerichten unserer zweiten Herberge widmen.

Es war eine super Tour, der Spaß und das Rudern kamen nicht zu kurz und es macht immer wieder viel Spaß, gemeinsam neue Gewässer zu erkunden. Danke Norbert und Kathrin für die Suche nach geeigneten Stellen zum Ein- und Ausheben der Boote im Vorwege der Fahrt. [weitere Bilder]