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SCBK | Neuigkeiten

117 Kilometer, 39 Runden, 8 Stunden, 2 Boote und 1 Team

30. Staffelrudern in Hamburg (15.06.2019)

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl wäre es fast ins Wasser gefallen, die Teilnahme des SCBK am 30. Staffelrudern in Hamburg. Dank Steffens guten Ruderconnections konnten wir uns im letzten Moment einer Renngemeinschaft aus Richtershorn/Königs-Wusterhausen und Pirna anschließen.

Wir - Susanne, Silke, Kerstin, Steffen, Matthias und Klaus als Ruderer und Jürgen als Steuermann - gingen für den SCBK an den Start. Als Neuling bei dieser Veranstaltung bekam ich schon das erste Muffensausen, als ich am Samstagmorgen im Zug nach Hamburg saß und in Büchen die Welt unterging, es goss wie aus Kübeln, der Himmel war schwarz, nur eine Runde bei dem Wetter und der Tag wäre gelaufen, aber es kam zum Glück anders...

Wer die Veranstaltung in Hamburg noch nie mitgemacht hat, hier ein paar Erläuterungen: Es handelt sich um ein Staffelrudern, d. h. jedes Team hat 2 Boote, eines, welches gerade die Runde - von der Außenalster, durch die Brücke, um den Springbrunnen der Binnenalster und noch ein Stück die Außenalster hoch, um eine Boje wieder zurück zum Ruderclub Germania - absolviert und ein Boot, welches währenddessen die Mannschaft wechselt, sich bereitstellt und dann losrudern kann, wenn das andere Boot durchs Ziel kommt. Klingt ganz logisch und einfach, doch wenn man sich vorstellt, dass zeitgleich 23 Teams auf der Alster unterwegs sind und genau so viele Boote gerade die Mannschaft wechseln und die zwei Stege nicht übermäßig lang sind, der kann sich in etwa vorstellen, was dort los ist...

Julian vom Richtershorner Ruderverein hat eine vorbildliche Planung gemacht. Wir waren sechs Teams auf zwei Boote verteilt und so ging es um 11 Uhr los und endete um 19 Uhr. Unserer Boote waren immer pünktlich am Start und die Übergabe ging reibungslos, was man nicht von allen Mannschaften behaupten konnte.

Mir sind 3000 Meter noch nie so lang vorgekommen, aber toll ist das Gefühl, wenn man durchs Ziel gerudert ist und erst einmal wieder aussteigen darf. Wenn man auf der Runde noch andere Boote überholen konnte oder durch gute Steuermänner sich beim Wenden vor ein anderes Boot schieben konnte, war die Anstrengung schnell vergessen.

Am Ende hat unsere Rudergemeinschaft in der Gesamtwertung den 6. Platz belegt, mit 39 gefahrenen Runden und einer durchschnittlichen Zeit pro Runde von 0:12:13 ein ganz beachtliches Ergebnis. In unserer Klasse sind wir sogar 3. geworden und die Erst- und Zweitplatzierten hatten nur eine Runde mehr.

Mein persönliches Fazit aus dieser Veranstaltung, es wäre schön, wenn wir im nächsten Jahr einmal wieder mit einer eigenen Vereinsmannschaft teilnehmen könnten. Das könnte doch ein Trainingsanreiz für den langen Winter sein!?

Kerstin